Aufbau der Ausbildung

Verordnung über die Ausbildung und Prüfungen von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst
Runderlass Durchführung APVO-Lehr vom 26.04.2017

Aufbau der Ausbildung

Eigenverantwortlicher Unterricht

Die Anwärterinnen und Anwärter erteilen 12 Stunden Ausbildungsunterricht pro Woche während des gesamten Vorbereitungsdienstes, d.h. die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst (LiVD) muss insgesamt 20 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht und 16 Stunden betreuten Unterricht in den 18 Monaten erteilen. Der Zeitpunkt des Einstiegs in den eigenverantwortlichen Unterricht erfolgt bereits zum 1. Halbjahr, der eigenverantwortliche Unterricht ist über alle drei Halbjahre verteilt. Die insgesamt vorgesehenen 20 Halbjahreswochenstunden im eigenverantwortlichen Unterricht( EU) und 16 Stunden im betreuten Unterricht (BU) können zum Beispiel wie folgt auf die drei Ausbildungshalbjahre verteilt werden:

Beispiel A EU BU Beispiel B EU BU Beispiel C EU BU
1. Halbjahr 4 Std. 8 Std. 1. Halbjahr 8 Std. 4 Std. 1. Halbjahr 6 Std. 6 Std.
2. Halbjahr 10 Std. 2 Std. 2. Halbjahr 8 Std. 4 Std. 2. Halbjahr 10 Std. 2 Std.
3. Halbjahr 6 Std. 6 Std. 3. Halbjahr 4 Std. 8 Std. 3. Halbjahr 4 Std. 8 Std.

Regelungen zum eigenverantwortlich zu erteilenden Unterricht: 

  1. Die Verteilung des eigenverantwortlichen Unterrichts auf die drei Ausbildungshalbjahre soll flexibel gehandhabt werden.
  2. Eigenverantwortlicher Unterricht soll in allen drei Halbjahren in unterschiedlichem Umfang erteilt werden.
  3. Im Prüfungshalbjahr sollte in vermindertem Umfang eigenverantwortlich unterrichtet werden.

Über den tatsächlichen Einsatz der Anwärter/-innen im eigenverantwortlichen und betreuten Unterricht sowie die Verteilung der Stunden auf die Fächer entscheidet die Schulleitung im Einvernehmen mit der Seminarleitung.
Ebenso ist eine flexible Verteilung der Halbjahreswochenstunden auf 10 – 14 Stunden in Absprache möglich.

Einführungsphase:
Zu Beginn des Vorbereitungsdienstes wird für die neuen Auszubildenden eine Einführungswoche im Studienseminar durchgeführt.

Zum Stundenplan:
Da die Seminarveranstaltungen am Dienstag und am Donnerstag sowohl vor- als auch nachmittags stattfinden, werden die Auszubildenden an diesen Tagen nur in der 1. und 2. Stunde  eingesetzt. (Die pädagogischen Seminare beginnen bereits um 10.30 Uhr.)
Der unterrichtliche Einsatz ist in jeder Klassenstufe möglich. Im Anfangsunterricht (Jg.1)  soll die Anwärterin/der Anwärter im 1. Halbjahr ihrer/ seiner Ausbildung  nur betreuten Unterricht erteilen.
Der Prüfungsunterricht soll in verschiedenen Jahrgängen erteilt werden.

Unterrichtsbesuche:
Die Anwärter/Anwärterinnen erhalten insgesamt mindestens 10 Unterrichtsbesuche (4-6 Besuche pro Fach) durch die Ausbildenden des Studienseminars.
Die Terminvereinbarungen werden in Abhängigkeit von den Stundenplänen der Ausbilderinnen und Ausbilder festgelegt, da diese ebenfalls noch Unterrichtsverpflichtungen an ihrer Schule haben.
Die Lehreranwärterinnen und -anwärter unterrichten die Schulleitung rechtzeitig über  einen vereinbarten Unterrichtsbesuch.
Die Unterrichtsnachbesprechung sollte eine Zeitstunde möglichst nicht überschreiten.
Die Teilnahme der betreuenden Fachlehrkraft ist wünschenswert.

Gespräch über den Ausbildungsstand:
Zwischen dem 8. und 10. Ausbildungsmonat führen die jeweiligen Ausbildenden mit der Lehrkraft im Vorbereitungsdienst ein Gespräch über den Ausbildungsstand. Dabei erhält die / der Auszubildende neben der Rückmeldung zum bisher Erreichten auch eine Beratung zum weiteren Verlauf der Ausbildung.

Erwerb einer Zusatzqualifikation:
Ergänzend können Sie im Studienseminar Wunstorf eine Zusatzqualifikation im Bereich der Integrationsförderung oder im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien erwerben. Dazu müssen Sie an zusätzlichen Seminarveranstaltungen teilnehmen und ein zwanzigminütiges Kolloquium erfolgreich absolvieren. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage unter “Zusatzqualifikationen” und erhalten Sie während der Einführungsveranstaltung.

Stand: 01.07.2018